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Kreisverband Oberallgäu / Kempten

Josef Dietrich

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Internet: http://www.keg-oa.de

 

Wir haben eingeladen zum

   Innehalten -  Nachdenken

     Erfahren von Gemeinschaft

 mit

 Herrn Pfarrer Bernhard Ott  

 St. Franziskus, Kempten

Psalmen - Quellen des Lebens

Der einfühlsame Referent, Herr Bernhard Ott, verdeutlichte einleitend, dass die Bibel alle Seiten des gesamten menschlichen Daseins umfasst und einschließt. Keine menschliche Tiefe, keine Abneigung, keine Wut, kein Zorn und kein Fluch sind darin ausgelassen. Zum menschlichen Dasein zählen auch alle Erfahrungen, die Menschen prägen, Erfahrungen, die über das tägliche Leben hinausreichen, Erfahrungen mit unserem Gott. In den Psalmen sind sie aufgezeichnet. Die Suche nach Heil, Heilung und Frieden kennzeichnet die Geschichte der Menschheit.

Im Psalm 85 ist die Bitte um das von Gott verheißene Heil formuliert:  

Ich will hören, was Gott redet: Frieden verkündet der Herr seinem Volk und seinen Frommen, den Menschen mit redlichem Herzen.

Sein Heil ist denen nahe, die ihn fürchten. Seine Herrlichkeit wohne in unserem Land!

Es begegnen einander Huld und Treue; Gerechtigkeit und Friede küssen sich. Treue sprosst aus der Erde hervor; Gerechtigkeit blickt vom Himmel hernieder.

Auch spendet der Herr dann Segen, und unser Land gibt seinen Ertrag. Gerechtigkeit geht vor ihm her, und Heil folgt der Spur seiner Schritte.

 

 

 

 

Anliegen von Psalmen werden auch durch Meditation aufgenommen und erfahren.

Ein Psalm  - mein Psalm?

eine Meditation zu Psalm 51

Gott -

so darf es nicht bleiben zwischen mir und dir. Es muss anders werden. Aber ich kann es nicht machen.

Erzwingen wollte ich, was du nicht wolltest. Nun halte ich die Scherben in der Hand: Das ist alles, was ich von dir noch habe.

Dein Blick geht auf den Grund. Schau, diese Scherben: das bin ich. Und du bist Gott.

Sag doch ein Wort. Lass mich nicht büßen, dass ich alles besser wissen wollte.

Sag was du willst - du kannst mich schelten, schlagen - du hast ja recht - nur lass es nicht so bleiben.

Sag mir dein Wort, das nur du sagen kannst, ganz in der Tiefe, wo die Quellen sind. Dann wird alles anders. Neu.

Mein Gott, wie konnte ich nur - das tun - so sein - so reden?

Es war alles  -  nichts.

Jetzt ist alles anders. Du und ich. Alles. Ja, auch du. Ich ahne, wer du bist. Das kann man nicht sagen, nur singen, jubeln:

Herr, du mein Gott! Ich muss es allen sagen, so gut ich kann.

Gott - jetzt höre ich auf, dir die Almosen meiner Liebe zu geben.

Auch heute werden Psalmen verfasst. Menschen formulieren ihre Bitten. Mit göttlicher Hilfe versuchen sie ihr Leben zu bewältigen, und sie bewältigen es auch.

 

Ein Psalm für heute

 

Herr, segne meine Herz,

dass es nicht lau wird, verbittert, hart, gefühllos und nicht verzagt in Einsamkeit, dass es jubelt und singt und sich freuen kann über die kleinen Dinge und den Reichtum dieser Welt, dass es Verzeihung anbietet. Frieden sucht und gute Laune verbreitet und sein Glück mit anderen teilt, dass es im Einklang mit dir steht.

Herr, segne meine Hände,

Herr, segne meine Füße,

Herr, segne meine Gefühle,

Aus: Klemens Nodewald, Applaus für den Zitronenfalter, Verlag Herder

 

Beim anschließenden Mittagessen konnten viele angesprochenen Gedanken im lockeren Gespräch vertieft werden.  Die Freude, einen Tag für sich selber einmal zu haben, liebe Kolleginnen und Kollegen zu treffen und dabei erfreuliche geistliche Botschaften zu hören, kam bei Kaffe und Kuchen sehr deutlich zum Ausdruck. Vielfacher Dank war mit der Bitte verbunden, dass wir uns im nächsten Jahr hier wieder treffen.

              

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